Berufliche Zukunft in den Blick nehmen


Zweite Berufsorientierungsmesse in der Katholischen Schule St. Paulus in Billstedt

 

Lili und Leni wissen bereits genau, was sie einmal werden wollen: Erzieherinnen. Denn das liegt den beiden Achtklässlerinnen sozusagen in den Genen. „Das ist hundertprozentig das, was ich werden will. Meine Schwester und meine Tante sind es auch“, erzählt Lili. Die Erzieherinnen Nicole Kedzierski und Marta Rosenburg von der Kita St. Stephanus – übrigens selbst ehemalige Paulus-Schülerinnen – freuen sich über die beiden potenziellen zukünftigen Kolleginnen, die sich an ihrem Infostand eingefunden haben.

Insgesamt zwanzig Unternehmen werben an diesem Vormittag bei der zweiten Berufsorientierungsmesse in der Katholischen Schule St. Paulus um zukünftige Fachkräfte. Und die Acht-, Neunt- und Zehntklässler_innen scheinen besten vorbereitet. Mit gezielten Nachfragen versuchen die Jugendlichen die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten abzuklopfen. Und die Aussteller geben sich alle Mühe. Denn eines eint die anwesenden Unternehmen – egal ob Asklepios, Techniker Krankenkasse, Otto Wulf, Tchibo, Deutsche Post oder Spie: der Nachwuchsmangel. Marek Mayer, Ausbildungsleiter beim Anlagenbauunternehmen Kliewe setzt deshalb auf persönliche Kommunikation. „Wir sind hier gern mit dabei, um zu zeigen, dass der Beruf des Behälter- und Gerätebauers absolut spannend und herausfordern ist für junge Leute, die gern anpacken“, so Mayer. Berufsorientierungsmessen böten die Chance, auch außergewöhnliche Berufe kennenzulernen.

Die beiden Achtklässler Tyson und Ivan erkundigen sich derweil nur wenige Meter weiter bei der Polizei. Denn die verspricht „Kein Tag wie jeder andere“ und wirbt mit sportlicher Fitness und Fahrtraining. „Genau das lockt mich“, erklärt Tyson. Und sollte es mit der Polizei nicht klappen, so wäre der Zoll für den Teenager eine mögliche Alternative.
Für Lehrer Christoph Mertha, Koordinator für Berufsorientierung an der Katholischen Schule St. Paulus, ist die Ausbildungsmesse eine gute Gelegenheit, die große Palette an beruflichen Chancen der eigenen Schülerschaft zu präsentieren. Gemeinsam mit einem engagierten jahrgangsübergreifenden Schüler_innenteam wurden die Unternehmen im Vorfeld ausgewählt und angesprochen und die Abläufe koordiniert. „Das ist eine ganz tolle und wichtige Unterstützung“, dankt Mertha Silvia, Suri, Alina und weiteren Mitstreiter_innen. Sie ermöglichen ihren Mitschüler_innen, die eigene Zukunft konkret in den Blick zu nehmen.

Bilder (Fotos: Christoph Schommer):
Linkes Foto: Die Erzieherinnen und ehemaligen Paulus-Schülerinnen Marta Rosenburg und Nicole Kedzierski informieren die Achtklässlerinnen Lili und Leni über berufliche Chancen in der Kindertagesstätte St. Stephanus Mümmelmannsberg. (v.l.n.r.)
Rechtes Foto: Reger Andrang mit vielen Fragen bei der zweiten Berufsbildungsmesse in der Katholischen Schule St. Paulus in Billstedt.