Katholische Schule Harburg & HipHop Academy: Mehr Respekt und Selbstvertrauen für Schüler

Kulturelle Bildung auf Augenhöhe mit HipHop als künstlerischem Ausdrucksmittel, das Selbstvertrauen stärkt, Gemeinschaft fördert und neue Zugänge zum Lernen eröffnet – das erleben derzeit die Dritt- und Viertklässler der Katholischen Schule Harburg. Möglich macht es eine Kooperation der Grundschule mit der HipHop Academy Hamburg. Beide Partner zogen nun im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung eine positive Zwischenbilanz ihrer Kooperation für das erste Schulhalbjahr 2025/26.
Die HipHop Academy Hamburg ist ein deutschlandweit einzigartiges Non-Profit-Projekt der Stiftung Kulturpalast und bietet professionelle Ausbildung u.a. in den Disziplinen Tanz, Rap, Graffiti, Beatboxing und Producing. Vermittelt werden den Grundschulkindern dabei nicht nur künstlerische Fähigkeiten, sondern auch zentrale Werte wie Respekt, Offenheit, Toleranz und Gewaltfreiheit durch erfahrene Trainerinnen und Trainer aus der Szene.
HipHop als Hauptfach
Im ersten Halbjahr nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3b und 4b an dem innovativen Projekt teil. Sie belegten jeweils eine der vier HipHop-Sparten als „Hauptfach“ sowie eine weitere als „Nebenfach“, mit wöchentlichem Unterricht mittwochs in der 3. bis 6. Stunde. Den Höhepunkt und Abschluss des Halbjahres bildete nun eine gemeinsame Aufführung, bei der alle Sparten zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt wurden.
„Unsere Kinder erfahren hier, dass ihre individuellen Talente gesehen und wertgeschätzt werden – unabhängig von ihrer Herkunft oder schulischen Leistung“, betont Oliver Weinhold, Leiter der Katholischen Schule Harburg. „Gerade für viele unserer Schülerinnen und Schüler ist HipHop ein Türöffner: Er ermöglicht Ausdruck jenseits des sprachlichen Könnens und stärkt nachhaltig Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen“, ist Weinhold überzeugt.
Im zweiten Halbjahr übernehmen dann die Klassen 3a und 4a die begehrten Projektplätze. Zukünftig sollen auch die nachfolgenden Jahrgänge von dem Programm profitieren. „Wir wollen das Angebot langfristig an unserer Schule etablieren und zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit machen“, erklärt Weinhold. Die zukünftige Finanzierung werde nun in den Blick genommen.
Starke Partner für kulturelle Teilhabe
Ermöglicht wird das Pilotprojekt durch das Engagement u.a. der Budnianer Hilfe e.V., der Zajadacz Stiftung, der Allianz für die Jugend e.V. Nordwest und der Hubertus Wald Stiftung, ergänzt durch Eigenmittel des Schulvereins und den Erzbischöflichen Flüchtlingsfonds des Erzbistums Hamburg.
„Mit der Kooperation setzen die Katholische Schule Harburg und die HipHop Academy Hamburg ein starkes Zeichen für kulturelle Teilhabe und innovative Bildungsarbeit hier im Hamburger Süden“, erklärt Oliver Weinhold. In einem sozialen Umfeld mit hohem Migrationsanteil eröffne das Projekt Kindern neue Perspektiven, stärke ihre Persönlichkeit und mache Schule zu einem Ort lebendiger Kultur – „ganz im Sinne der gemeinsamen Werte von Respekt, Gemeinschaft und Vielfalt“, so Weinhold.


