Von Lockenstab bis Bundeswehr: Berufsmesse begeistert Jugendliche in Billstedt

Von Lockenstab bis Bundeswehr: Berufsmesse begeistert Jugendliche in Billstedt: Mehr als 20 Unternehmen informieren in der Katholischen Schule St. Paulus über Ausbildungswege width=

Mehr als 20 Unternehmen informieren in der Katholischen Schule St. Paulus über Ausbildungswege

Großer Andrang in der lichtdurchfluteten Pausenhalle der Katholischen Schule St. Paulus: Bei der dritten Berufsorientierungsmesse präsentierten mehr als 20 Unternehmen ihre Ausbildungsangebote für Acht- bis Zehntklässler. Eingeladen waren neben den Schülerinnen und Schülern aus Billstedt auch Jugendliche der Katholischen Bonifatiusschule aus Wilhelmsburg.

Das Spektrum der vorgestellten Berufsfelder reichte von sozialen Berufen über kaufmännische Ausbildungswege und handwerkliche Tätigkeiten bis hin zu Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Großunternehmen wie Lidl, Spie, Otto Wulff und Tchibo waren bereits zum dritten Mal in Billstedt dabei. Erstmals präsentierte sich in diesem Jahr neben der Haspa auch die Bundeswehr – und ein Friseurbetrieb. Letzterer sorgte mit einem besonderen Angebot seines Auszubildenden für zusätzlichen Andrang bei den Schülerinnen: Er drehte kostenfrei Locken und zeigte sein Können beim Frisieren.

Damit ein intensiver Austausch zwischen den Jugendlichen und den Ausbildungsbetrieben gelingen konnte, besuchten die Klassen die Messe zeitlich gestaffelt. „Für alle Schülerinnen und Schüler gibt es zwei Pflichtstationen und zwei frei wählbare Stationen, die sie besuchen und protokollieren. Es ist also eine gute Mischung aus Verpflichtung und Freiwilligkeit – die sich aus unserer Erfahrung heraus als sehr positiv darstellt“, erklärte Christoph Mertha, Lehrer und Organisator der Berufsorientierungsmesse. Unterstützt wurde er dabei unter anderem von Achtklässler Maurice und einigen Mitschülern seines Jahrgangs. Die Jugendlichen halfen im Vorfeld bei der Ansprache der Unternehmen und organisierten durch einen Kuchenverkauf ein Frühstücksbuffet sowie Parktickets für die Aussteller. „Sozusagen als Als Dankeschön fürs Kommen“, sagte Maurice, der selbst noch offen ist, welchen beruflichen Weg er später einmal einschlagen möchte. „Erstmal will ich die Schule gut abschließen – dann schaue ich weiter“, so der Achtklässler.

„Die Berufsorientierungsmesse ist fester Bestandteil des schulischen Konzepts zur beruflichen Orientierung und soll den Jugendlichen helfen, Kontakte zu knüpfen und Einblicke zu ermöglichen – vielleicht mit Perspektive auf ein späteres Praktikum oder sogar einen Ausbildungsplatz“, erklärte Mertha. Und auch über die Messe hinaus gibt es Unterstützung bei der Berufsorientierung: Die Christliche Arbeiterjugend (CAJ), ein katholischer Jugendverband, bietet jeweils dienstags eine kostenlose Berufsberatung in ihrem CAJ-Container. Und der steht praktischerweise direkt auf dem Pausenhof.

Fotos: Christoph Schommer